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Gratulationsbild von Maria Lettner
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ARTIKEL:

Logo der Zeitung »Welser Rundschau«

26.4.2006

Welser Rundschau

Maria Lettner, 80. Geburtstag

Das 80. Lebensjahr vollendete Maria Lettner, Bäckerberg 6. Sie ist Mutter von zwei Kindern und noch sehr rüstig und lebensfroh. Plant sie doch noch für den Sommer einen Wanderurlaub in Südtirol.
Gratulationsartikel: Welser Rundschau, 26.4.2006

Historisches Logo der Zeitung »Wiener Morgenzeitung«

25.4.1926

Wiener Morgenzeitung

Modetorheiten aus aller Welt.

Aus aller Welt bringt der Telegraph neue Modetorheiten, von denen die sonderbarsten hier registriert seien.

Londoner Meldungen zufolge werden die Mondainen der englischen Hauptstadt diesen Sommer helle Toiletten tragen, auf denen allerhand Tiere zu sehen sein werden. Für Frauen, die Musik lieben, wird die höchste Eleganz darin bestehen, auf der Rückseite ihrer Kleider Notenköpfe zu zeigen, die bei näherer Betrachtung die Lieblingsmelodie der Huldin ergeben sollen.

Pariser Meldungen behaupten, daß die Damen in ihren Verjüngungsbestrebungen sich nicht mehr damit begnügen, zum Backfisch herunterzusteigen, sondern sie wollen - Kinder werden. Die neuesten Frühjahrsmoden, die man sieht, verwenden Schärpen und Schleifen in einer Weise, wie wir sie noch vor einem Jahrzehnt nur bei den kleinen Mädchen zu sehen gewohnt waren. Die breiten Schärpen, die tief unter der Taille mit einer großen Schleife zusammengebunden sind, betonen diese Kindlichkeit ebenso wie die überaus kurzen Röcke, die kaum noch bis an die Knie gehen.

Die Schleifen, die zur Garnierung verwendet werden, sind zum Teil sehr groß, und außerdem werden lange, luftig flatternde Bänder getragen, die von den Schultern bis zu den Knien herabfallen. So erhält die ganze Kleidung mit ihrem bunten Gewoge von Schärpen und Schleifen, mit ihrem lustigen Geflatter von Bändern etwas durchaus Kindliches, und die Mannequins, die sich in diesen Toiletten zeigten, sahen aus wie Riesenbabys.

Doch New-York ist London und Paris noch "über". In Amerika werden in diesem Sommer noch leichtere Stoffe als je zuvor für Damenkleider in Frage kommen. Das durchschnittliche Gewicht eines Sommerkleides wird höchstens 200 Gramm betragen, das Gewicht der Wäsche eines normalen Mädchens beträgt 160 Gramm, die Strümpfe 25 Gramm und die Schuhe 450 Gramm. Die Gesamtkleidungsbelastung eines Fräuleins von 1926 beträgt mithin 835 Gramm. Modefarben sind unter anderen Rosa, Blau und blasses Grün. Die Rocklänge wird nicht einen Zoll länger als bis jetzt sein.

Zum Schluß noch ein Wort über moderne Fingernägel. Als "dernier cri" der Saison gilt es jetzt, sich die Fingernägel harmonisch und stilgemäß nach Kleid und Strumpf einzufärben. So erschienen kürzlich einige Pariser Damen der ersten Kreise mit Fingernägeln, die in allen Farben des Sonnenspektrums glänzten. Alles staunte und war außer sich vor Begeisterung. Nur ein älterer Amerikaner, dessen hervorragende Charaktereigenschaft in seiner ungewöhnlich stark gefüllten Brieftasche bestand, schüttelte skeptisch den Kopf und meinte, es sei bedauerlich hierbei, die blaue und schwarze Farbe zu wählen. Die zahlreichen in Paris anwesenden Amerikaner könnten auf den Gedanken kommen, daß die betreffenden Damen Negerblut in sich hätten.

Das wollten aber die reizenden Modeschönheiten bei dem derzeitigen Dollarstande in Frankreich nicht riskieren und so sollen denn in Zukunft blau- und schwarzglänzende Fingernägel verpönt sein, alle anderen Farben jedoch respektiert werden.

Die Frage bleibt offen, ob mit den vorerwähnten Modeneuheiten der Gipfel erreicht ist.

Historischer Zeitungsartikel: Wiener Morgenzeitung, 25.4.1926

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