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Gratulationsbild von Herbert Eder
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ARTIKEL:
  • Publikation: Rieder Rundschau, 25.5.2006
  • Vorname: Herbert
  • Familienname: Eder
  • Wohnort: St. Marienkirchen
  • Jubiläum: 80. Geburtstag
  • Geburtsdatum: 18.5.1926
  • Der historische Zeitungsartikel zu diesem Gratulationsartikel. LESEN SIE NACH!

Logo der Zeitung »Rieder Rundschau«

25.5.2006

Rieder Rundschau

Herbert Eder, 80. Geburtstag

Das 80. Lebensjahr vollendete am 18. Mai 2006 Herbert Eder.
Gratulationsartikel: Rieder Rundschau, 25.5.2006

Historisches Logo der Zeitung »Wiener Morgenzeitung«

19.5.1926

Wiener Morgenzeitung

Warum haben Sie Ihren Mann geheiratet?

Der Mensch wird zwar stets nur "durch eigenen Schaden klug", aber in keiner wichtigen Angelegenheit des Lebens folgt er weniger fremder Erfahrung als bei der Heirat. Der alte Spruch, daß Liebende blind sind, bewahrheitet sich hier, und während man sonst bei wichtigen Entschlüssen doch auf den Rat von Verwandten und Freunden hört, handelt man hier ganz nach den dunklen Instinkten, die die Paare zu einander treiben.

Die Männer sind darin nicht besser als die Frauen, und selbst nüchterne Geschäftsmenschen, die sonst keinen Entschluß ohne eingehende Ueberlegung fassen, unternehmen den folgenschwersten Schritt des Lebens auf Grund wahrer Gefühle, lassen sich verlocken durch das Leuchten von ein Paar Augen, durch eine schöne Figur oder den Klang einer Stimme. Aber sind auch die Motive des Mannes unberechenbar, so herrscht bei der Frau in ihrer Wahl für Leben doch noch stärker die plötzliche Laune und der verschrobene Einfall vor.

Eine amerikanische Zeitschrift hat kürzlich ihren Leserinnen die Frage vorgelegt: "Warum haben Sie Ihren Mann geheiratet?", und die Antworten sind zum Teil eine Blütenlese von Wunderlichkeiten. Sehen wir von den Frauen ab, die ganz offen eingestehen, daß sie eine gute Partie machen wollten und daß ihr Herz nicht beteiligt war, so spielen mißverstandene Ideale eine große Rolle. Die Frau gründet ja viel eher als der Mann ihre Ehe auf Ideale.

Aber diese glänzenden Luftschlösser stürzen beim leisesten Anhauch des Alltags zusammen und das Erwachen ist häufig der Anfang einer unglücklichen Ehe. Eine ganze Anzahl der antwortenden Damen will ihren Mann "aus Mitleid" geheiratet haben. "Ich hatte viele Verehrer", schreibt eine, "und man wunderte sich allgemein, daß ich den ärmsten, häßlichsten und blödesten Herrn aus meiner Bekanntschaft heiratete. Wenn ich mir heute über die Gründe klar zu werden suche, warum ich Joe zum Lebensgefährten wählte, so war es nur deshalb, weil ich glaubte, er würde sonst niemals eine Frau in der Welt finden, und da tat er mir so leid, daß ich ihn nahm."

Andere Frauen gestehen, daß sie trotz der Warnung ihrer Eltern und erfahrenen Bekannten einen Mann geheiratet hätten, weil sie ihn bessern wollten. Dieser erzieherische Trieb ist ja im Mädchen sehr stark, und sie läßt deshalb nicht raten, weil sie glaubt, daß ihr Erwählter "ganz anders ist als andere Männer". Sie haben oft beobachtet, daß sich der Mann auch in der Ehe nicht ändern läßt, aber bei ihrem Zukünftigen glauben sie immer wieder an die Macht ihrer Liebe und ihres Einflusses.

Manche Frauen heiraten nur deswegen, um "einen Mann zu besitzen". Andere Gründe sind der Wunsch nach Kindern und sehr häufig unangenehme Verhältnisse im Elternhause, aus denen man sich befreien will. Verschiedentlich kehrt die Angabe wieder, daß sie das "Gegensätzliche am Manne" angezogen habe. Aus diesem inneren Drange nach Ergänzung entstehen jene "ungleichen Paare", bei denen man sich wundert, wie gerade diese beiden Menschen zusammenkommen konnten.

Historischer Zeitungsartikel: Wiener Morgenzeitung, 19.5.1926

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